Nach lockeren Einheiten am Montag und Dienstag standen am heutigen Mittwoch zwei Aufbaueinheiten an.
Um 9.30 Uhr ging es los. Ich schnürte die eride Trainer, mit denen ich seit ein paar Wochen trainiere (und die gut 400 km auf dem Buckel haben). Die erste Einheit- ein längerer Lauf mit abschließendem Crescendo- brachte mich heute ins Dischmatal- es war ein außerordentliches Naturerlebnis, bei Nieselregen, Nebel und Temperaturen um die 10 Grad in dieses urige Tal zu laufen. Außer meinem Atem und verschiedenen Tierlauten dominierte das mächtige Rauschen des Dischmabaches. Ich lief locker, hatte ein Tempo um die 4.20 aufgenommen (in den steileren Passagen wurde ich natürlich etwas langsamer)- nach 50 Minuten machte ich kehrt, talauswärts begegnete ich einer größeren Gruppe von Langläufern (allerdings auf Rollerski). Anschließend ging es noch eine Runde um den Davoser See, nach 1h53 (und 25 km) steigerte ich das Tempo kontrolliert auf 3.40, vier km später war die Einheit zu Ende- ich trabte noch locker nach Hause.
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Um 18.45 Uhr- am Nachmittag hatte ich ein knappes Stündchen "gerastet"- schnürte ich dann meine MK4, ein etwas leichteres Scott-Modell als der Schuh des Vormittags. Es ging nämlich, erstmals in diesem Jahr, auf die Bahn. Nach kurzem Einlaufen, Dehnen und drei Steigerungsläufen ging es los: 8 mal 200 m mit 200 m Traben dazwischen. Zeitmäßig hatte ich keine großen Ambitionen, 34sec hätten auch gepasst- Zweck der Einheit war es, nach dem langen Lauf vom Vormittag und dem Gamperney Berglauf am Sonntag wieder spritzig zu werden. Zu meiner Überraschung kam ich gleich bei den ersten Wiederholungen auf 32 sec, zum Schluss hinaus waren es gar 31 sec.
Es folgte ein zufriedenes, zweites Duschen des Tages, während der Backofen das Abendmahl, eine Pizza, zubereitete.
Mittwoch, 23. Mai 2012
Sonntag, 20. Mai 2012
Sieg am Gamperney!
| Marco und ich mit Gastgeberin Hildegard vor dem Gamperney |
| bereits bei meinem letzten Rennbericht hatte ich auf die große Rolle der "4" hingewiesen |
Heute stand nun der Gamperney Berglauf in Grabs auf dem Programm- auf 8,8 km sind 1000 Höhenmeter zu überwinden. Wie bereits letzten Dienstag war auch dieser Tag von der Zahl "4" gekennzeichnet. Nach 2004, (2007) und 2008 handelte es sich um meinen vierten Start bei diesem im Kanton St. Gallen ausgetragenen Klassiker, außerdem war mir die Startnummer 4 zugeteilt worden.
Klimatisch gesehen herrschten ganz eigene Bedingungen vor: Der Föhn fegte außerordentlich stürmisch vom Süden herauf, 24 Grad beim Start um 9.30 Uhr sorgten für recht hohe Temperaturen. Trotz der nicht einfachen Bedingungen wagte ich einen flotten Start und setzte mich sofort vom restlichen Feld ab- nach einem guten km schloss Marco Sturm von hinten auf. Mir war's recht, wir gaben uns auf den ersten Asphaltkehren regelmäßig Wechsel (was bei dem Wind sicher nicht von Nachteil war) und bei km 3 zeigte Marco großen Sportsgeist, als er mir, nachdem mir der Wasserbecher bei der Verpflegung entgangen war, den seinen reichte. Nach km 5 kam bei Marco leider der Mann mit dem Hammer- Josef Beha, ihn fürchtete ich nach seinem zweiwöchigen Kenia-Aufenthalt am meisten, lag gut 25 Sekunden zurück. Nach gut 6 Kilometern folgte die erste steile Rampe; als ich in einer Haarnadelkurve meinen Vorsprung kontrollierte, erschrak ich: Josef war, nunmehr an 2. Stelle laufend, nur noch 20 sec zurück. Somit ging ich nach 34 Rennminuten mit einem mulmigen Gefühl in den Zielhang, auf dem auf einem Kilometer 370! Höhenmeter zu überwinden sind und zwar auf die Weise, dass es immer steiler wird.
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| 700 m vor dem Ziel, aber noch... |
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| ...fast 300 Höhenmeter (Fotos: http://www.running-fotos.ch ) |
Der Sieg wurde mit Pflaumenschnaps und Kaffee von frisch aus Kenia eingeflogenen Bohnen gebührend gefeiert- eine kombinierte Rücken-, Adduktorenmassage im Schafstall der Gastgeberin Hildegard befeuerte die Regeneration.
Kaffeebohnen hin, Schafstall her- das Rad der Zeit dreht sich weiter: Jetzt heißt es, ein wettkampffreies Wochenende auszunützen und die Grundlagen aufzufrischen.
| Siegerehrung |
1. Gerd Frick ITA 46.35
2. Josef Beha GER 47.00
3. Stefan Hubert GER 48.15
4. Arnold Aemisegger LIE 48.29
5. Marco Sturm GER 48.49
| mit Damen-Siegerin Angela Haldimann-Riedo |
Mittwoch, 16. Mai 2012
Seelauf Davos
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| gestartet, rechts Michael Obrist |
Den 15. Mai dieses Jahres widmete ich der Zahl 4: Die Vormittagseinheit bei noch gutem Wetter bestand aus einem Crescendolauf mit 4 km in 5.00 (Puls unter 100), 4 in 4.20 (Puls unter 110), 4 in 3.30-35 (Puls unter 140). Am Abend stand der Davoser Seelauf über 4 km auf dem Programm.
Für den späten Nachmittag hatte der Wetterbericht nichts Gutes verheißen- und das Wetter folgte dem Bericht auf den Fuß. Die Meteorologen streiten sich, ob die Heilige Sophie oder Wolfgang vom gleichnamigen Pass für Regenschauer und Windböen um die 30 km/h sorgten- auf jeden Fall fiel um 19.15 Uhr der Startschuss zum Auftaktrennen der 30. Auflage der Davoser Seelaufserie. Ich versuchte einen flotten Start, aber der starke Gegenwind bremste auf den ersten zwei km ordentlich ein- nach einem km wechselte mich Landsmann Michael Obrist in der Führungsarbeit ab, bei km 2 setzte ich mich dann gegen Ende einer kleinen Steigung ab, um 6 Minuten später als Erster vor Michael und Tor-Arne Hetland die Ziellinie zu überqueren. Wieder einmal etwas intensiver unterwegs zu sein, hat Spaß gemacht und war eine willkommene Abwechslung im Training.
Der Regen ging gegen Ende der Veranstaltung in Schneeregen über- als es dann zu schneien begann und die Quecksilbersäule sich der 0 Grad-Marke näherte, saß ich bereits, bei 85 Grad, in der Sauna.
Ernst wird es am kommenden Sonntag: Der Gamperney Berglauf in Grabs steht vor der Tür.
Ergebnisse Seelauf Davos
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| kurz vor dem Ziel |
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